Engagement in Kindertagesstätten

Betreuungsangebot für Schulkinder

Kinder finden täglich neue Wege, in die Welt des Wissens aufzubrechen. Erwachsene begreifen erst allmählich, was dabei in ihren Köpfen vorgeht.
Die Themen der Schulkinder sind vielfältig und betreffen letztendlich das gesamte Weltgeschehen.

Kinder brauchen die Freiheit, ohne Einmischung der Erwachsenen ihre eigene Spiel- und Gedankenwelt zu erschaffen. Auch wenn wir davon ausgehen,
dass Bildungsprozesse immer Selbstbildungsprozesse sind, dürfen die Kinder auf ihren individuellen Wegen der Weltaneignung nicht allein gelassen werden.
Sie brauchen ein soziales Gegenüber; Erwachsene, die sie ernst nehmen, sie in ihrem So-Sein anerkennen, sie unterstützen in der Umsetzung ihrer
Handlungsabsichten, aber gegebenenfalls auch in ihrem Tun korrigieren; Erzieherinnen, die dem Kind durch ihr Handeln Orientierung geben.
Da Kinder in ihren Bildungsprozessen immer ganz eigenen individuellen Wegen folgen, ist die Qualität der Bildungsarbeit in einer Kindertagesstätte
ganz wesentlich daran zu messen, ob jedes Kind die Unterstützung erhält, die es braucht, aber auch herausgefordert wird, sich auf Neues und Unbekanntes
einzulassen. Damit erhält die Beobachtung als Aufgabe der Erzieherin im pädagogischen Prozess einen zentralen Stellenwert. Das sich bildende Kind braucht
eine sich bildende Erzieherin. Erzieherin zu sein stellt hohe Anforderungen an persönliche Kompetenzen und die Bereitschaft, sich immer wieder in eigene
Bildungsprozesse verwickeln zu lassen, die Grenzen der selbstkonstruierten Welt immer wieder zu überschreiten und sie auszuweiten.
In einer Pädagogik, die darauf abzielt, sich gemeinsam mit den Kindern auf Bildungswege zu begeben, werden wir darauf achten, das die Erzieherin vor
allem eine hörende, beobachtende und verstehende Rolle einnehmen kann, indem wir für entsprechende Fort und Weiterbildung sorgen, sowie Zeit zur
Auseinandersetzung im Team und in der Supervision...

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