Engagement in Kindertagesstätten

Geschlechtsbewusste Erziehung

Mädchen und Jungen sind gleichberechtigt und gleichwertig. Benachteiligungen zwischen den Geschlechtern sollen abgebaut und Gleichberechtigung gefördert werden.

Die unterschiedlichen Familienformen, die verschiedenen kulturellen Hintergründe und sozialen Unterschiede, unter den Mädchen und Jungen finden hierbei Berücksichtigung.

Gruppenprozesse werden pädagogisch so gestaltet, dass Mädchen und Jungen einerseits Gelegenheit haben, Sicherheit in ihrer gleichgeschlechtlichen Gruppe zu erleben und Neues zu erproben und andererseits in gemischten Spiel- und Lerngruppen wechselseitigen Respekt durch geschlechtergerechte Kommunikations- und Interaktionsmuster untereinander und mit Erwachsenen zu erlangen.

So muss die Kindertagesstätte entsprechende Erfahrungsräume bereitstellen, in denen sie die vielfältigen Möglichkeiten des Frau-seins und Mann-seins kennen lernen und Erfahrungen mit dem jeweils anderen Geschlecht machen können: Jungen brauchen starke Frauen(-bilder), Mädchen emotionale Männer(-bilder).

Bei dieser wichtigen Entwicklungsaufgabe müssen die Fachkräfte sie unterstützen. Die Kinder orientieren sich nicht nur an ihren eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten, sondern auch an den Anforderungen ihrer Umwelt sowie an Vorbildern bzw. Modellen, die ihnen Eltern, Geschwister, pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte, aber auch Darstellungen der Geschlechter in den Medien bieten.

Die Teilnahmewünsche von Jungen bzw. von Mädchen an „typischen“ Mädchen- bzw. Jungenaktivitäten werden unterstützt. Es wird sichergestellt, dass Überschreitungen von Geschlechternormen und -stereotypen zu keiner Diskriminierung oder Ausgrenzung führen.

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