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Engagement in Kindertagesstätten |

„Die Tageseinrichtung (…) soll eine Umgebung darstellen, die Respekt vor allen Menschen, Solidarität und das Recht, anders zu sein, fördert.“
Norwegischer Rahmenplan
Interkulturelle Kompetenz ist ein Bildungsziel, das alle Kinder und Erwachsenen gleich welcher Herkunft betrifft. Den Kindern wollen wir die Möglichkeit eröffnen, kulturelle Aufgeschlossenheit zu entwickeln. Wir fördern die Neugier auf andere Kulturen und die Freude der Kinder Neues zu entdecken. Die Kinder sollen begreifen, die eigene Sichtweise als eine Perspektive unter anderen möglichen zu sehen. Unterschiede werden nicht geleugnet und „die Normalität des Fremden“ akzeptiert.
Wir möchten, dass in der Kindereinrichtung eine Atmosphäre entsteht, die Verständnis für die eigene Kultur sowie Anerkennung und Respekt vor anderen Kulturen hervorbringt
Die Fachkräfte achten bei der Raumgestaltung und Materialauswahl darauf, dass alle Kinder Elemente aus ihrer gewohnten Umgebung einbringen können. Die vielfältigen Familienkulturen, Feiertage und unterschiedlichen Essgewohnheiten der Kinder sollen in der Einrichtung sichtbar und erlebbar werden.
Eltern werden zu dem jeweiligen kulturellen Interessenfeldern der Kinder eingeladen, um die Fragen und den Wissensdurst der Kinder zu beantworten. Feste und kulturelle Ereignisse, die die Kinder von „Außen“ nach „Innen“ mitbringen, sollten wie alle anderen Themen Raum in der pädagogischen Umsetzung finden. Ebenso sollte von „Innen“ nach „Außen“ die Vielfalt im Stadtteil mit den Geschäften, Restaurants, Werkstätten und Vereinen sowie über die Stadtteilgrenze hinaus, das Angebot für die Kinder bereitgestellt werden. Das Leben in „verschiedenen Welten“ gehört nicht nur zum Alltag von Migrantenkindern, sondern auch von deutschen Kindern. Die pädagogischen Fachkräfte müssen ihren Blick erweitern, diesen nicht nur auf Kulturkonflikte fixieren, da so unbewusst vermittelt wird, dass wir in einer Welt ohne Widersprüche leben. Wenn dagegen Konflikte nicht tabuisiert und Widersprüche zugelassen werden, können Kinder möglicherweise eher lernen, mit verschiedenen Erwartungen konstruktiv umzugehen.