Engagement in Kindertagesstätten

Kinderrechte und Kindeswohlgefährdung

Wertschätzung und Respekt vor der Kompetenz des Kindes.

Die Aktivität und das Interesse der Kinder stehen im Mittelpunkt.

Der Übergang aus der Familie in die noch unbekannte Kindertagesstätte bedeutet für jedes Kind eine große Herausforderung für seine Fähigkeit, sich an neue Umgebungen anzupassen und Beziehungen zu fremden Personen aufzubauen. Die neue Umgebung fordert dem Kind Lern- und Anpassungsleistungen ab, die auch für ältere Kinder mit erheblichem Stress verbunden sein können. Wir schaffen Voraussetzungen, durch die eine vertrauensvolle Beziehung zwischen der Bezugsperson und dem Kleinkind/Kind entstehen kann. Wenn wir dem Kind das zu tun überlassen, was es schon erledigen kann, verschaffen wir ihm die größte Freude und fördern auch seine geistige Entwicklung und die seiner Selbständigkeit. Wir achten auf die Mitwirkung des Kleinkindes und Kindes und fördern und ermutigen es zur Teilnahme am eigenen Lernprozess. Wir sehen, wie im Laufe der Entwicklung einer gegenseitigen Beziehung das Kind seine Kompetenzen weiter entwickelt und in seinen Tätigkeiten immer aktiver wird, worin wir es begleiten und unterstützen. Bei späteren Richtungsänderungen der Kinder und lebenslangen Neuanfängen helfen Erinnerungen an frühere „Selbstwirksamkeit“.

Ein Kind erlebt Selbstwirksamkeit, wenn es beispielsweise die Gelegenheit hatte, sich als Weltverbesserer zu erfahren.

Aus mehreren Quellen leben zu können, das setzt voraus, ungestört sein zu dürfen, das Recht darauf erkennen zu können.

Auch wenn wir davon ausgehen, dass Bildungsprozesse immer Selbstbildungsprozesse sind, dürfen die Kinder auf ihren je individuellen Wegen der Weltaneignung nicht allein gelassen werden. Sie brauchen ein soziales Gegenüber; Erwachsene, die sie ernst nehmen, sie in ihrem So-Sein anerkennen, sie unterstützen in der Umsetzung ihrer Handlungsabsichten, aber gegebenenfalls auch in ihrem Tun korrigieren; Erzieherinnen, die dem Kind durch ihr Handeln Orientierung geben. Ihnen Freiräume schaffen, in denen sie sich in der Gruppe organisieren lernen. In einer Pädagogik, die darauf abzielt, sich gemeinsam mit den Kindern auf Bildungswege zu begeben, werden wir darauf achten, das der/die Erzieher/-in vor allem eine hörende, beobachtende und verstehende Rolle einnehmen kann, indem wir für entsprechende Fort- und Weiterbildung sorgen, sowie Zeit zur Dokumentation, Auseinandersetzung im Team und Reflexion in der Supervision bieten.

Dies alles sind für uns Voraussetzungen, um Kinder mit ihren Rechten vertraut zu machen. Sie zu befähigen das „Nein-Sagen“ gegenüber Erwachsenen zu lernen und ihre Selbstständigkeit durch selbstbestimmtes Lernen zu stärken. Sie sicherer in Situationen werden zu lassen, die sie alleine bewältigen müssen, indem wir sie dieses in einer Kindergruppe in der Auseinandersetzung und Solidarisierung, sowie der Unterstützung der Bezugsperson lernen lassen. Durch wachsendes Vertrauen in die Gruppe und die Bezugspersonen, wird der Einblick in den häuslichen Alltag offener. Wir können unsere Begleitung und Einsicht in die Familiensituation zum Wohle des Kindes in der Zusammenarbeit mit den Eltern fortsetzen.

Wir arbeiten derzeit mit dem anerkannten Konzept zur Kindeswohlgefährdung der LAG freie Kinderarbeit Hessen. Wir werden von dem Verein VSM Frankfurt mit einer Fachkraft unterstützt.

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